Es ist soweit. Nach jahrelanger Überlegung, etlichen Tutorials und einer riesen Liste von Bedenken, habe ich es endlich durchgezogen. Ein eigener Server, mein eigenes Baby – mit einem wunderbaren WordPress-Theme. Blogspot hat mich nun also beinahe sieben Jahre begleitet und der Abschied war sicher kein leichter. Aber es gibt tausend gute Gründe dafür, warum ich zu WordPress gewechselt bin und einer davon heißt »Eluin.

Elu und ich haben uns vor Jahren über ein Autorenforum kennengelernt. Seitdem gab es nur wenige Leute, die mich so intensiv unterstützt haben – sei es beim Schreiben oder bei meinem Umzugsvorhaben. Ja, letztendlich ist es ihren Programmierkenntnissen zu verdanken, dass ich den Sprung gewagt habe und endlich richtig zufrieden mit meinem Blog bin. Kurzum: Tausend Dank, liebe Eluin!

Aber natürlich gibt es noch weitere Gründe, warum ich Blogspot Lebewohl gesagt habe. Die Wichtigsten möchte ich euch gerne in Kürze zusammenfassen:

Freiheit: Mein Server, mein Blog, meine Entscheidungen. Ich bin nicht länger an ein enges Korsett gebunden, sondern habe viel mehr Freiheiten, was mein Template betrifft. Ohne allzu große Programmierkenntnisse haben zu müssen. Denn für viele Dinge gibt es extra Tools, Plugins oder Tutorials, die einem das Leben leichter machen.

Theme: Die Auswahl ist gigantisch. Seiten wie »Themeforest bieten unendlich viele Themes an, weshalb es oft Stunden, Tage, Wochen dauert, bis man den richtigen Look für seinen Blog gefunden hat. Bei mir waren es immerhin fünf Tage und am Ende habe ich mich für ein kostenpflichtiges, aber grandioses Theme entschieden. Es heißt »November, kostete rund 50€ mit Steuern und erfüllt vieeele meiner Gestaltungswünsche. Wie zum Beispiel den Slider unterm Header.

SEO: Ja, man muss SEO-technisch mehr machen, aber dafür hat man auch mehr Möglichkeiten, den Blog zu optimieren. Tools wie SEO by Yoast helfen einem, jeden Artikel hinsichtlich Lesbarkeit und SEO zu optimieren und warnen einen bei größeren Problemen.

Kommentare: Nein, die Blogspot-Funktion ist nicht schlecht und ja, es gibt auch für Blogger-User viele Tools. Dennoch gefällt mir die Kommentarsektion bei WordPress besser und die Login-Optionen sind (dank Plugins) deutlich fortschrittlicher. Statt AIM oder OpenID lassen sich ganz leicht Facebook und Twitter aktivieren. Mittels »Gravatar kann sich jeder Nutzer einen Avatar zulegen und muss sich dafür nicht mehr bei Blogger registrieren.

Postings: Zu Beginn vielleicht gewöhnungsbedürftig, hinterher aber grandios: das Erstell-Menü für Blogposts. Man ist nicht länger auf die Onlinefläche angewiesen, sondern kann seine Postings auch ganz leicht bei Word schreiben und hinterher richtig formatiert einfügen. Das erspart mir besonders viel Arbeit, da ich Postings oft offline auf Zugfahrten schreibe und im Nachhinein immer Anpassungen machen musste.

Kleine Gimmicks: Ja, ich gestehe. Mich haben besonders diese ganzen netten Spielerein überzeugt. Ein Analytics Dashboard direkt für das WordPress-Menü (yay!), ein bildschönes Instagram-Widget (yay!), eine Menüleiste, die sich beim Scrollen mit bewegt (doppel-yay!), Kategorien UND Tags (yay!).

Ich könnte diese Liste noch ewig fortführen, denn ich liebe die Optik und die Einfachheit. Die Auswahl und die Funktionalität. Zum ersten Mal seit Jahren freue ich mich wieder richtig, wenn ich meinen Blog aufrufe und denke nicht mehr: „Meh, da müsste aber dringend mal was getan werden“. Ja, mein Banner mag gleich geblieben sein und auch meine Postings werden sich inhaltlich nicht verändern. Aber das Umfeld macht wirklich viel aus und ich kann nur sagen: Ich fühle mich rundum wohl.

Natürlich gibt es hier und da noch ein paar Kleinigkeiten, die man verbessern könnte. Um genau zu sein habe ich eine ganze Liste mit Änderungswünschen und theoretisch müsste ich hier und da noch Postings umformatieren. Aber alles in allem bin ich glücklich, den Umzug so gut geschafft zu haben. Und das Wichtigste: Ich habe endlich wieder Lust, richtig viel zu bloggen!

Kurzum: Adieu, Blogspot und Willkommen auf meinem neuen alten Blog. Fühlt euch wie Zuhause, kommentiert fleißig und wenn ihr Fragen habt, schickt mir einfach eine Mail. Ganz simpel an info@jadebluete.com.

Viele Grüße