»Edinburgh. Ein Jahr ist es her, seit ich diese wunderschöne Stadt kennenlernen durfte. Sowohl mit ihrer grandiosen Architektur, als auch mit den tollen Menschen. Deshalb war klar, dass ich so schnell wie möglich wieder hin muss. Monatelang habe ich also die Flugpreise im Auge behalten, bis sich endlich ein Schnäppchen gefunden hat. 40€ hin zu zurück – günstiger wird es selten.

Danach ging es ziemlich schnell. Mit Freunden aus Edinburgh schreiben, Couch finden, Freundinnen zum Mitreisen „überreden“, buchen. Donnerstag war es schon soweit und nachdem meine beste Freundin leider arbeiten musste (#ricawemissyou), ging es zu Zweit nach Schottland. Okay, zuerst ging es Richtung Düsseldorf-Weeze, obwohl ich mir damals geschworen habe, nie wieder von diesem Flughafen zu reisen. Aber was tut man nicht alles für ein paar Tage in dieser wunderschönen Stadt?

Dieses Mal standen neben dem klassischen Sightseeing zwei Dinge auf meiner Agenda: der Edinburgh Zoo und das Castle. In ersteren möchte ich euch heute mitnehmen. Ja, was Zoos angeht, bin ich immer zwigespalten. Denn es gibt immer noch zu viele Tierparks mit engen Käfigen, winzigen Gehegen und Tierarten, die nicht in Zoos gehören. Dazu gehören für mich solche, die nicht vom Aussterben bedroht sind und/oder nicht artgerecht gehalten werden können.

Der Edinburgh Zoo hingegen macht eine Menge richtig. Er beherbergt laut eigener Aussage 1.000 seltene und gefährdete Tierarten und spendet 10% des Eintrittspreises (»Aktuelle Preisliste) an verschiedene Projekte. Direkt nach dem Betreten erwartet einen die erste Tierart, die ich persönlich ganz besonders liebe: Erdmännchen! Ich könnte hier stundenlang stehen und den kleinen Gesellen beim Wuseln zusehen.

Aufgrund zahlreicher Versteckmöglichkeiten kommt es vor, dass man einige Gehege „leer“ vorfindet. Aber selbst wenn sich die Tiere gerade zurückgezogen haben, gibt es einiges zu sehen. Seien es tolle Pflanzen oder auch die Gebäude, die einen daran erinnern, dass man in Schottland ist. Ganz besonders viel Urlaubsfeeling hatte ich bei dem riesigen Zebragehege, das mit seinen Felsen inmitten von Gras und Wildblumen richtiges Highland-Feeling transportiert.

Geht man noch ein Stückchen weiter nach oben, bietet sich einem eine tolle Aussicht über Edinburgh. Außerdem kommt man dabei an den Tigern vorbei, über deren Leben(sraum) man einiges lernen kann. Allgemein ist der Zoo sehr informativ gestaltet und man findet überall Pfleger, die einem etwas über ihre Schützlinge erzählen können. Da eine Freundin von mir dort Pflegerin ist, weiß ich, wie sehr diese Menschen ihre Tiere lieben und wie viel sie darüber wissen.

Wer jetzt noch nicht überzeugt ist, der interessiert sich vielleicht für die zwei außergewöhnlichsten Tierarten. Einmal die großen Pandas, die man nur mit einer speziellen (kostenlosen) Eintrittskarte sehen kann und drei Koalas, die sich gern an ihrem Eukalyptus festklammern und müde in die Runde schauen. Aber auch das riesige Schimpansen-Haus ist Grund genug, sich den Zoo einmal näher anzusehen. Oder die Penguin Rocks. Oder das Outback oder …

Alles in allem kann ich euch empfehlen, den Zoo auch auf eure Edinburgh-Agenda zu schreiben. Dank eigener Busstation ist er leicht zu erreichen, die Tierarten sind faszinierend und man hat nicht das Gefühl, die Gehege wären erdrückend. Außerdem spürt man, dass die Einnahmen hier dem Wohl der Tiere zukommen und nicht nur in neue Attraktionen gepumpt werden. Und mal ganz ehrlich: sind Zoos mit gut gehaltenen Tieren nicht eh die schönsten?

Wart ihr schon einmal im Edinburgh Zoo? Oder steht er noch auf eurer Wunschliste?
Vielleicht habt ihr auch noch nie davon gehört und seid jetzt neugierig geworden?

 

Viele Grüße