[Review] Meine Erfahrungen mit CoolSmooth von CoolSculpting

Ich kann euch nicht sagen, wie lange ich mit diesem Artikel gerungen habe - wobei, wenn man bedenkt, dass meine Behandlungen im September 2014 waren, kann man es sich vielleicht vorstellen. Aber bevor ich euch von meinen eigenen Erfahrungen, dem Ergebnis und davon erzähle, warum es so lange gedauert hat, beginnen wir mit der wohl essentiellen Frage:

Fotorechte@Zeltiq

Was ist CoolSculpting?: Fast jeder kennt sie: Die hartnäckigen Pölsterchen, die selbst mit guter Ernährung und Sport nicht weichen. Meine habe ich mit der Zeit akzeptiert, konnte aber nie den Wunsch verleugnen, sie doch in den Griff zu kriegen. Ein invasiver Eingriff wäre dafür zwar eine Option, kommt für mich jedoch aufgrund mehrerer Faktoren nicht in Frage. Und genau hier hat CoolSculpting seinen Auftritt - es bedient sich der Kryolipylose und lässt kleine Pölsterchen mithilfe von Kälte schmelzen. Klingt zu schön, um wahr zu sein? Dann ist sicher der nächste Punkt sehr interessant:

Fotorechte@Zeltiq

Wie funktioniert CoolSculpting?: Wie oben erwähnt, ist CoolSculpting ein Kryolipolyse-Verfahren. Dabei werden Fettzellen eingefroren, irreversibel geschädigt und im Anschluss vom eigenen Körper abtransportiert. In der Praxis funktioniert es folgendermaßen: Je nach zu behandelnder Stelle bietet CoolSculpting verschiedene Aufsätze an. Es gibt beispielsweise den CoolSmooth für Reiterhosen, Hüfte und den Bauch, einen Aufsatz für die Arme oder ganz neu den CoolMini, der an kleinen Stellen wie einem Doppelkinn oder an den Knien verwendet werden kann.
Vor der Behandlung erfolgt eine Untersuchung, um die Eignung des Patienten festzustellen. Denn wie der Name sagt, dient CoolSculpting dazu, den Körper zu modellieren - nicht, großflächig Fett zu entfernen oder gar beim Abnehmen zu helfen. Ist man für eine Behandlung geeignet, kann es auch schon losgehen. Zunächst wird auf die zu behandelnde Stelle ein geldurchtränktes Tuch aufgebracht, das die Haut und das restliche Gewebe zuverlässig vor Schäden schützt. Anschließend wird das Gerät aufgelegt und saugt das Fettgewebe an, um es etwa eine Stunde lang zu kühlen. In dieser Zeit kann man prima ein Buch lesen, ein Nickerchen machen oder eins der jeweiligen Praxenangebote wahrnehmen - beispielsweise fernsehen oder Zeitschriften lesen.
Nach der Stunde wird das Gerät entfernt und das gefrorene Gewebe massiert, um die Durchblutung anzuregen. Damit ist die eigentliche Behandlung abgeschlossen. Kurz danach kann die Stelle zwar druckempfindlich sein, etwas geschwollen oder auch blau werden, aber da es sonst keine Nebenwirkungen gibt, kann man sofort zurück an die Arbeit. Nur für den Kontrolltermin, der ca. acht Wochen später erfolgt, muss man sich noch einmal Zeit nehmen.

Fotorechte@Zeltiq

Meine Erfahrungen: Kommen wir zum vielleicht spannendsten Teil dieses Berichts. Wie bereits erwähnt, habe ich so meine kleinen Problemzonen. Dazu zählen insbesondere die Hüften und die klischeehafte, wenn auch nicht so stark ausgeprägte Reiterhose. Als mir Zeltiq also angeboten hat, eine Behandlung an diesen Stellen auszuprobieren, musste ich nach etwas Recherche nicht lange nachdenken. Keine Nebenwirkungen, keine OP, kaum Zeitverlust, großes Ergebnis - klar, mache ich.
Nachdem wir einen Termin gefunden haben, bin ich nach Köln in die Praxis Schlossberger gefahren. Auch wenn ich die Stimmung beim Empfang als unterkühlt empfunden habe, war meine behandelnde Praxishelferin sehr nett, hat mir alles gut erklärt, in Ruhe Vorher-Fotos gemacht, Maß genommen und mich anschließend in den CoolSculpting-Raum gebracht. Zuerst waren meine Oberschenkel dran, sodass ich mich auf den Rücken legen durfte. Nachdem sie das Schutzgel aufgebracht hat, kamen zwei der Aufsätze zum Einsatz und es wäre gelogen, zu sagen, dass es gar nicht wehtut. Im ersten Moment zieht es ordentlich, da schließlich die ganzen weichen Stellen in das Gerät eingesaugt werden. Dieses Gefühl lässt allerdings nach kaum zwei Minuten nach. Denn sobald die Vereisung einsetzt, ist die Stelle praktisch betäubt und außer dem leisen Summen der Maschine bekommt man nichts mehr mit. Da ich ein Buch dabei hatte, habe ich auf den Fernseher verzichtet, hätte aber über einen kleinen Knopf jederzeit jemanden rufen können, wenn ich etwas gewollt hätte.
Nach einer Stunde kam die Helferin wieder rein und hat die Aufsätze entfernt - der erste Anblick war äußert befremdlich. Ihr könnt euch im Prinzip wirklich zwei rote, eckige Eisklötze vorstellen, die super zeigen, warum eine Massage notwendig ist. Zuerst hatte ich Sorge, dass es ordentlich wehtun wird, sobald Leben zurück in meine Beine kehrt - aber diese Angst kann ich euch definitiv nehmen. Natürlich ziept es ein wenig, aber es ist weitaus schmerzfreier als ich dachte. Genauso wie die Zeit danach. Der Schmerz war bei mir in etwa vergleichbar mit einem blauen Fleck, der einen einige Tage, bei mir ca. zwei Wochen begleitet. Die Behandlung meiner Hüften lief dann nochmal genauso ab, wobei ich dieses Mal auf dem Bauch liegen musste, damit der Aufsatz optimal aufliegt.


Last but not least die entscheidende Frage: Wie sieht es mit Ergebnissen aus? Richtig. Erzählen kann man viel, aber Bilder und Maße sagen mehr als tausend Worte. Und genau deshalb hat dieser Artikel auch so lange gedauert. Leider hatte man meine Vorher-Fotos in der Praxis verlegt, sodass ich einmal umsonst nach Köln gefahren bin und danach lange keine Zeit mehr hatte, um einen neuen Termin zu machen. Erst knapp ein Jahr später konnten also die Nachher-Fotos aufgenommen werden - was meiner Meinung nach noch einmal verdeutlicht, dass CoolSculpting nachhaltig wirkt. Denn sind die Fettzellen einmal abgestorben, kommen sie nicht wieder. Auch nicht nach einem Jahr mit kleinen Gewichtsschwankungen.
Ich denke, den Rest sagen die leider sehr unvorteilhaft aufgenommenen Fotos, die mich lange vom Posten abgehalten haben. Und ich bitte euch, zu entschuldigen, dass ich die Oberschenkelfotos außen vor lasse, da sie aus zwei verschiedenen Winkeln entstanden und demnach nicht aussagekräftig sind. An der Hüfte hingegen kann man das Ergebnis prima sehen, das ich auch bei meiner Kleidung und den Maßen spüre. So sind es an den Hüften bis zu 5cm weniger Umfang, an den Schenkeln jeweils 3cm pro gemessener Stelle. Bearbeitet wurde übrigens oben lediglich der Hintergrund, um den Fokus auf den Körper zu legen.

Fotorechte@Zeltiq

Was kostet CoolSculpting?: Pauschal beantworten kann man diese Frage nicht, da es auf den Aufsatz und die Stelle ankommt. In der Praxis, in der ich war, kosten die Oberschenkel pro Seite 750,00€, der Bauch 700,00€ und mit dem aller größten Aufsatz sogar 1.250€, Behandlungen mit dem CoolMini 750€ - was natürlich immer noch deutlich günstiger ist als ein invasiver Eingriff. Solltet ihr Interesse haben, vereinbart am besten einen Vortermin, bei dem ihr mit der Ärztin eures Vertrauens alle Kosten und Co. besprechen könnt. Eine geeignete Praxis findet ihr übrigens hier direkt bei CoolSculpting.

Fotorechte@Zeltiq

Fazit: Würde ich es wiedermachen? Absolut und jederzeit. Trotz der Organisationsprobleme in der Praxis war die Behandlung selbst klasse. Schnell, nahezu schmerzfrei und mit tollen Ergebnissen, mit denen ich glücklich bin - erst recht, da ich es so nie erwartet hätte.
Den Preis kann ich natürlich nicht kleinreden, da es eine große Summe Geld ist, die ich persönlich jedoch bereit wäre, zu investieren, wenn ich irgendwann noch einmal eine Stelle angehen möchte. Zu diesem Ergebnis kommt übrigens auch Claudia von BeautyButterflies, die zur gleichen Zeit ihren Bauch hat behandeln lassen, sodass wir uns immer ein wenig austauschen konnten. Und in ihrem Bericht werdet ihr sehen, dass es auch ohne Organisationsprobleme geht.
Zu guter Letzt ein kurzes, aber herzliches Dankeschön an die PR von Zeltiq, die mich super unterstützt hat, immer erreichbar war und alles trotz der Kommunikationsprobleme mit der Praxis gut gemanagt hat.


Habt ihr schon einmal von CoolSculpting gehört? Und käme für euch eine solche Behandlung in Frage oder seid ihr komplett dagegen? Und habt ihr solche Ergebnisse erwartet?


Liebe Grüße


Kommentare:

  1. Oh das klingt auf jeden Fall interessant!

    AntwortenLöschen
  2. Ein toller Beitrag! Super informativ geschrieben und ich bin jetzt ziemlich neugierig geworden. Werde mich wohl noch ein bisschen mehr dazu informieren ;)

    AntwortenLöschen
  3. Ich hab damals schon den Bericht bei Claudia gelesen, und da zum ersten mal von dem Verfahren gehört.
    Ivh würde das ganze wahnsinnig gerne auch machen. Ich hab verhältnismäßig sehr dicke Beine...ich trage obenrum XS, an den Beinen min. 1 wenn nicht manchmal 2 Nummern größer. Das ist schon ziemlich frustrierend, weils echt blöd aussieht :( Da hilft auch Sport nichts...meine Beine werden durch den Muskelaufbau eher noch dicker, das Fett verschwindet aber nicht.
    Mittlerweile ists mir echt peinlich im Sommer in kurzen Hosen rumzulaufen, und ich vermeide das so gut es geht. Da ich allerdings auch ziemlich Angst vor einer OP hätte - wer weiß, was da alles schief gehen kann - wäre dieses Verfahren echt optimal. Nur die Kosten haben mich bisher davon abgehalten. Ich hoffe, dass das in 1-2 Jahren finanziell möglich sein wird.

    AntwortenLöschen
  4. Antworten
    1. Beratungstermine sind bei einem qualifizierten Spezialisten in der Regel immer kostenfrei, da sie erst einmal dazu dienen, deinen Körper auf die generelle Tauglichkeit zu untersuchen. :) Sollte also ein Arzt Geld für die reine Begutachtung verlangen, würde ich mich nach einem anderen Anbieter umsehen.

      Viele Grüße

      Löschen

Jedes Feedback ist hier herzlich Willkommen :)