~ With great power comes great responsibility ~
(Spider-Man)

Es freut mich, euch heute bereits zur dritten Runde „The Good vs. The Evil“ begrüßen zu dürfen. Und wie am Freitag bei Facebook viele richtig geraten haben, stellen wir uns heute dem grandiosen Pärchen Spider-Man vs. Venom! Manche werden sich sicher fragen: Venom? Kann man das essen? Streicheln? Oder gar schminken? Andere werden sich sicher an Spider-Man 3 erinnern, in dem sich eine außerirdische Lebensform mit Spider-Mans Anzug verbindet und später in Symbiose mit Eddie Brock zu Venom wird. Dabei ist dieser Supervillain so viel mehr – aber bevor ich weiter erzähle, klickt euch lieber schnell bei Goldie vorbei, die euch alles weitere erzählt.

Ich widme mich nun stattdessen meinem Charakter: Peter Parker aka Spider-Man. Einem der wohl mit Abstand bekanntesten Superhelden, was unter anderem an den Filmen liegen dürfte. Erst im vergangenen Jahr ist beispielsweise „The Amazing Spider-Man“ erschienen, der relativ viel Kritik von Liebhabern der Trilogie abbekommen hat. Und warum? Weil es eben nicht „der“ Spider-Man ist, mit dem viele aufgewachsen sind. Dabei kann ich nur sagen, dass er mir besser gefiel, da er mehr der „wahren“ Spider-Man Geschichte aufgreift.
Aber vielleicht beginnen wir erst einmal mit der Grundstory, die in jedem Medium recht gleich ist.

Peter Parker wächst als Waise bei seinem Onkel Ben und seiner Tante May auf. In der Schule ist er der typische, eher unbeliebte Streber mit dicker Brille und einer Vorliebe für Naturwissenschaften. Kein Material, aus dem ein Superheld gemacht ist.
Doch sein ganzes Leben soll sich verändern, als er in einem Labor von einer radioaktiven Spinne gebissen wird. Denn langsam beginnt sich sein Körper zu verändern. Er wird schneller, stärker, gewandter, seine Sehfähigkeiten werden besser, er kann an Wänden hochklettern und Gefahren dank seinem „Spinnensinn“ schnell wittern.

Was er jedoch nicht kann: Spinnenweben im Körper produzieren. Viele werden mich an dieser Stelle vielleicht unterbrechen wollen, aber in den Comics ist genau das die Ausgangslage: Peter Parker kann keine Weben produzieren, entwickelt jedoch spezielle Netzsprüher, mit denen er verschieden stabile Netze erschaffen kann. Beispielsweise um Verbrecher zu fangen, sich abzuseilen, aufzufangen usw.
Interessanterweise war genau das einer der Kritikpunkte am Film „The Amazing Spider-Man“. Es sei ja gar kein richtiger Spider-Man, dabei ist Peter Parker hier genau nach dem Bild geschaffen, das Stan Lee und Steve Ditko 1962 entworfen haben. Vielleicht mag ich auch deshalb den Film so gerne. Selbst wenn ich mit Tobey Maguire als Spider-Man aufgewachsen bin und diesen als solchen ebenfalls mochte. Auch wenn ich zugeben muss, dass er teils ein wenig „lasch“ rüberkam und mir die Romanze manchmal zu sehr im Vordergrund stand. Und was Goldie noch meinte – womit sie völlig Recht hat – in der Triologie fehlt es definitiv an Witz, wenn man sie mit den Comics vergleicht. Denn statt coolen, dreisten Sprüchen wirkt Tobey immer etwas „zu“ ernst. Andrew macht das schon etwas besser, auch wenn noch Platz nach oben offen ist.

Aber zurück zur Story: Zu Beginn nutzt Spider-Man seine neuen Kräfte lediglich, um mit Wrestling Geld zu verdienen. Aus allgemeinen Verbrechen, die ihn nichts angehen, hält er sich jedoch raus. Solange, bis ein einfacher Einbrecher, den er hätte stoppen können, durch Zufall auf seinen Onkel trifft und diesen aus seiner Not heraus erschießt. In eben dieser Sekunde ist eine der mächtigsten Waffen aller Superhelden geboren: Rache. Von nun an nutzt Peter seine Fähigkeiten, um sämtlichen Verbrechern das Handwerk zu legen. Und natürlich, um seine Erzfeinde zu bekämpfen.

Bei meinem Make-Up habe ich ganz bewusst auf ein Facepaint verzichtet, da sich diese alle ein wenig ähneln und ich lieber etwas Unkonventionelleres schminken wollte.
Trotzdem sollten natürlich die typischen Spider-Man Elemente erkennbar sein. Deshalb habe ich mich bei der Form an den Augen des Anzugs orientiert, die unten abgerundet sind und nach oben hin seitlich spitz zulaufen. Eine Form, die sich einfach perfekt für ein Make-Up anbietet.
Farblich habe ich mich ganz klar an die beiden typischen Spider-Man Nuancen gehalten: Rot und Blau. Ein toller Kontrast, der auf den Augen wirklich knallt. Aber was wäre ein Spider-Man Make-Up ohne ein paar Spinnenweben? Lange habe ich hin und her überlegt, wie ich den Verlauf genau gestalten möchte, habe mich am Ende dann aber für eine schlichte, effektive Variante entschieden. Denn auch die Weben auf Spider-Mans Anzug bewegen sich nur im roten Stoff und finden an den Rändern stets einen Abschluss. Ebenso wie in meinem AMU.

Augen:

  • RdL Base
  • Sleek Noir
  • Theaterschminke Rot
  • MAC Blue Sheen
  • Zoeva Ultra Shimmer Palette
  • Manhattan Raspberry Dream
  • P2 Neptune
  • Manhattan Eyemazing Liner
  • P2 Kohl Kajal 010
  • Behawe Perlsienna
  • Eylure Lashes Oh, My!

Gesicht & Lippen: 

  • RBR Concealer Orionis
  • Astor Skin Match Rose Beige
  • Manhattan Puder Caramel
  • Manhattan Blush Lady Marmalade
  • Bobbi Brown Blush Poppy
  • MAC l/s Russian Red

Mir hat es ohne Frage riesigen Spaß gemacht, Spider-Man selbst zu interpretieren. Farblich lässt er zwar keine großen Variationen zu, aber ich fand es wichtig, mal etwas aus dem typischen Schema auszubrechen und stattdessen alle markanten Merkmale in nur einem AMU zu vereinen.

Während ich mich also auf diese Partie konzentriert habe, übertrifft Goldie mit ihrer Venom-Interpretation einfach alles! Denn sie hat sich an ein super schwieriges Facepaint gewagt, das ihr aber klar gelungen ist.

Nun würde mich natürlich sehr interessieren, wie ihr zu den einzelnen Versionen 
von Spider-Man steht? Welche ist eure Liebste? Und mögt ihr
Venom als Erzfeind genauso gerne wie wir?
Liebe Grüße