„Loki ist schmuck und schön von Gestalt,
aber bös von Gemüt und sehr unbeständig.
Er übertrifft alle andern in Schlauheit und in jeder Art von Betrug.
Er brachte die Asen in manche
Verlegenheit; 
doch half er ihnen oft auch durch seine Klugheit wieder heraus.“
(Gylfaginning, 33)

Wahnsinn, wie die Zeit vergeht! Ganze zwei Wochen ist es her, seit Goldie und ich mit dem epischen Comicpaar Batman vs. Joker in den Ring gestiegen sind. An dieser Stelle erst einmal ein riesiges Dankeschön für euer ganzes, liebes Feedback. Das hat uns definitiv dazu ermutigt, weiterzumachen – gut, hätten wir wahrscheinlich so oder so, da es einfach noch viel zu viele geniale Comicpaare gibt, die einen Platz auf unseren Blogs verdient haben, aber gefreut hat es uns trotzdem!
Demnach wird es also ganz dringend Zeit für die zweite Runde von The Good vs. The Evil. Heute mit den großartigen Kontrahenten Thor und Loki.

Für mich eine der absolut liebsten Paarungen, da ich die nordische Mythologie unglaublich faszinierend finde und mich viel mit den einzelnen Mythen auseinandergesetzt habe. Und wer sich auch nur oberflächlich damit befasst hat, wird wissen, dass ohne Loki ein riesen Teil fehlen würde.
Denn in der Mythologie ist Loki nicht nur der Gott der Listigkeit, der mit viel Intelligenz geschickte Lügennetze spinnt, sondern zur gleichen Zeit ist er Vater und Mutter vieler bedeutungsvoller Charaktere. Unter anderem hat er die drei größten Weltfeinde gezeugt, die für den Niedergang Odins und Thor verantwortlich waren: Die Todesgöttin Hel, den Fenriswolf und die Midgardschlange, die die ganze Welt umspannt.

Ein besonderes Attribut der Mythengestalt Lokis ist seine große Wandelbarkeit, die es ihm ermöglicht, sich in jede erdenkliche Gestalt zu transformieren – ganz unabhängig vom Geschlecht. So gebärt er beispielsweise selbst das achtbeinige Pferd Sleipnir, das er Odin schenkt.
Und damit kommen wir gleich zu einem Knackpunkt in der Mythologie: Loki verkörpert in keiner Weise das Grundböse. Im Gegenteil. Auch wenn er es versteht, Lügennetze zu spinnen und anderen darin zu verwickeln, hilft er den Asen immer wieder und wird unter anderem von Odin geachtet. So sehr, dass die beiden Blutsbruderschaft schließen. Daneben teilt er sich auch viele Erlebnisse mit Thor – nicht als Gegner, sondern als Verbündete mit den kuriosesten Ideen. So verkleiden sie sich beispielsweise als die Fruchtbarkeitsgöttin Freyja (Thor) und deren Brautjunger (Loki), um Thors gestohlenen Hammer Mjöllnir wiederzuerlangen. Insofern sind Lokis Listen nicht immer schädlich für die Asen.

Aber kommen wir von der Mythologie zu der Comicfigur, die auf Lokis Sagengestalt aufbaut. Anders als in dem Mythos ist Loki hier der (Stief)Bruder von Thor und damit einer der Söhne von Odin. Sein erster Auftritt findet bereits 1949 in einem Venus-Comic statt, aber ich bin mir relativ sicher, dass er die meiste Aufmerksamkeit in dem 2011 erschienen Film „Thor“ erfahren haben dürfte.
Dort taucht er gleich zu Beginn als manipulative Figur auf, die Thor dazu überredet, sich Odin zu widersetzen und nach Jotunheim zu reisen, um dort den Taten der Frostriesen auf den Grund zu gehen.
Mit dieser Aktion werden Steine ins Rollen gebracht, die die ganze Geschichte maßgeblich beeinflussen. Denn nun kommt Loki endgültig dahinter, dass er gar nicht der leibliche Sohn Odins ist, sondern von dem Frostriesen Laufey abstammt. In seiner Wut über die Wahrheit wirft er Odin vor, ihn nie wirklich geliebt zu haben, woraufhin Odin in einen todesähnlichen Schlaf verfällt und Loki den Thron besteigt.
Es folgen Listen, Lügen, Halbwahrheiten, die jedoch alle darin enden, dass sich Loki am Ende nicht für würdig erachtet, zu seinem Ziehvater Odin zurückzukehren und sich von der Brücke Bifröst in die Tiefe stürzt. Ein tragisches Ende, das nur bedingt an einen Superschurken erinnert.

Insgesamt kann man also sagen, dass Loki ein sehr zwigespaltener Charakter ist, der auf der einen Seite einen Erzfeind Thors darstellt, aber auf der anderen Seite immer wieder versucht, andere zu retten – wenn auch auf eine sehr eigensinnige Art. Ein genial paradoxer, aber irgendwie trotzdem in sich stimmiger Charakter, auf dessen weitere Entwicklung ich in den Filmen sehr gespannt bin.

Mein Make-Up habe ich in seinen beiden vorherrschenden Farben Grün und Gold gehalten. Dabei sollen vor allem die Augenbrauen die goldenen Hörner seines Helms darstellen, aber auch unter dem Wimpernkranz auslaufend zur Schläfe findet sich dieses Element wieder. Darunter könnt ihr außerdem einen kleinen Stein erkennen, der für mich den winzigen, aber doch sehr bedeutungsvollen Charakterzug Lokis darstellt, der ihn dazu veranlasst, anderen zu helfen.
Dazu habe ich bei den Lippen zu einem knalligen Rot gegriffen – auf den ersten Blick eine untypische Farbe für Loki, aber mich erinnert sie an die feuerrote Zunge einer Schlange. Ein Farbe der List, der Lügen, aber auch der Liebe und paradoxen Zuneigung.

Augen:

  • RdL Base
  • TKB Cyprus Green
  • TKB Emerald Green
  • Sleek Noir
  • MeMeMe Woodland Truffle
  • TKB Aztec Gold
  • Manhattan Liner Leaving for Venice
  • P2 Liner Glittering Gold
  • RBR Liner Ravenglaze
  • P2 Kohl Kajal
  • Eylure Katy Perry Lashes Oh, My
  • Clinique High Impact Waterproof Mascara

Gesicht & Lippen:

  • RBR Concealer Orionis
  • Essence Puder Light Beige
  • Benefit Bella Bamba
  • MAC l/s Russian Red
  • Essence l/s Iron Goddess

An dieser Stelle solltet ihr schnell einen Blick rüber zu Goldie werfen, die den temperamentvollen Donnergott Thor präsentiert – und glaubt mir: Ihre Darstellung ist echt der Wahnsinn! Besser könnte man Thor in einem Make-Up kaum verkörpern.

Doch bevor ihr nun alle weghuscht, würde mich natürlich brennend interessieren: Wie steht ihr zu der nordischen Mythologie und zum Thor-Loki-Paar? Findet ihr die Mythen ebenso spannend wie ich oder habt ihr euch damit bisher nie auseinandergesetzt?
Und könnt ihr vielleicht schon erraten, um welche Charaktere es in unserem nächsten Battle geht?
Liebe Grüße