Die liebe Tine hat auch mich zu dem wundervollen Thema Schminkanfänge getaggt und da nehm ich natürlich gerne dran teil. Auch wenn mein damaliges Make-Up eher unspektakulär ist 😉
Wann hast du angefangen dich zu schminken?
Wirklich regelmäßig erst mit etwa 15, als es in Richtung Tanzkurz ging. Allerdings habe ich auch schon mit 12, 13 gerne mal experimentiert und bin mit den Versuchen auf die Straße gegangen.
– Im späteren Verlauf dieses Tags habe ich übrigens bemerkt, dass es sogar noch viel früher gewesen sein muss. Etwa mit 10 Jahren. Dazu später mehr 😉
Was war der Grund dafür?
                                                                                    
Der Schminkkasten meiner Mutter. Er stand immer ziemlich verlockend im Bad, sodass ich da gerne mal was ausprobiert habe. Ansonsten erinner ich mich auch noch gut an mein erstes „richtiges“ Schminkgeschenk, das von meiner Tante kam und andauernd genutzt wurde.

Hast du dich heimlich angemalt oder lockere Eltern die nix dagegen hatten?
Soweit ich mich erinnern kann, gab es niemals Streit wegen des Themas und heimlich habe ich mich niemals schminken müssen. Insofern würde ich meine Eltern mal als locker bezeichnen 😉
Woher kamen deine Schminktipps: Freundinnen, Zeitschriften a la Bravo, Mädchen und co. oder einfach ausprobiert?
Spontan würde ich sagen, dass ich 90% einfach nur ausprobiert habe. Richtige Schminktipps gab es weder von Freunden, noch brauchbare aus Zeitschriften. Die 10%, die ich mir dann aber doch abgeguckt habe, waren prinzipiell katastrophal.
Wurden deine ersten Schminkprodukte gekauft, dir geschenkt oder doch bei Mama geklaut?
Die aller ersten eigenen (ich rede nicht von Kinderkosmetik) habe ich geschenkt bekommen, mich aber parallel auch gerne mal bei Mama bedient 😉
Und ich erinnere mich noch an ein „Beautyshopping“ im örtlichen Schlecker und Seifengans mit meiner besten Freundin. Damals haben wir beide 20DM dabei gehabt und für Billigkram ausgegeben. 
Erschreckender Weise war ich bei dem Währungswechsel gerade einmal 11 und ich weiß, dass beim damaligen Einkauf noch kein Euro in direkter Aussicht war. Insofern muss ich beim ersten eigenen Kauf noch recht jung gewesen sein.
Benutzt hab ich für meinen Look damals (bitte mit kurzer Erklärung zb. Farben, Marke etc. ):
Foundation: Habe ich damals nicht benutzt und heute ebenso wenig 😉
Puder: Zum Schminkbeginn gab es auch da keines. Später habe ich dann eine Weile das Manhattan Compact Powder in Beige benutzt, bin davon aber auch relativ schnell wieder weggekommen.
Eyeshadow: Nur ein Wort: Blau ;-D Ich hatte damals ein Lidschattenduo von einer Noname-Marke mit einem hellen und einem dunkleren Blauton und habe es heiß und innig geliebt. Selbstverständlich wurde er ohne Base aufgetragen.
Und was noch extrem wichtig war: Cremelidschatten! Ich hatte so ein Duo mit Weiß/Silber und Bronze, wovon ich sogar noch ein Originalbild habe 😉
Wimperntusche: Kannte ich dank Mama von Anfang an und habe ich auch liebend gerne benutzt. Auch wenn Wörter wie Trennung, Volumen und Schwung Fremdworte waren – Hauptsache es wurde schwarz. Oder manchmal – oh Wunder – blau.
Zu Weihnachten habe ich damals ein schönes Beautypäckchen von meiner Tante bekommen. U.a. mit einer Volumenmascara von Niveau, die ich von da an immer benutzt habe.


Kajal und Eyeliner: Kajal habe ich ab und an mal benutzt, aber nicht wirklich regelmäßig. Und wenn dann den Kohlkajal von Manhattan, den ich sogar bis letztens noch nachgekauft habe 😉 Eyeliner hingegen habe ich fast nie benutzt, auch wenn in meinem prima Schminkkasten von Tchibo einer drin war 😀
Augenbrauen: Natur pur – Sagt alles, oder? 😉
Rouge: Kannte ich sogar relativ früh – wieder einmal dank Mama. Und zwar einen sehr schönen Farbton von Jade, den ich heute noch inklusive Kuhle besitze. Getragen habe ich ihn trotz allem recht selten.
Lippenstift: Da gab es so zwei Favoriten. Einmal einen Nonamelippenstift in Rosa mit Schimmer, den ich ebenfalls noch heute besitze (und er ist noch nicht gekippt o.ä.) und später den Essencelippenstift „Sparkling Romance“. War eigentlich beides gar nicht mal so schlimm.
Lipgloss: Diese Kategorie musste ich einfach noch hinzufügen, da ich ohne nicht raus gegangen bin. Auch wenn ich mal Lippenstift getragen habe, war mein „XXL Diamond Sonstwas“ Gloss von Nivea hundert Mal öfter im Gebrauch und ist auch tatsächlich leer geworden. 
Ich weiß übrigens noch, dass das ein Lipmaximizer war, der tatsächlich gewirkt hat 😉
Und so sah der Look damals aus (bitte entweder mit Originalfoto oder nachgeschminkt:D):

Nachgeschminkter Alltagslook 2
Nachgeschminkter Abendlook

Originalfoto mit 14 Jahren
Das Lieblingsrouge
Und der Lieblingslippenstift

Was waren eure Werkzeuge: Finger, Applikator oder tatsächlich schon Pinsel?
Pinsel? Was ist das? Klappt doch auch mit den beigelegten Applikatoren super – Außerdem lassen sie sich mit Seife sehr schnell und einfach reinigen. Dazu sind sie günstig und so instabil, dass sie auseinander fallen, bevor sich besondere Keime drin anlagern könnten.

Apropos Finger. Nagel“designs“ gab es auch vor einer Weile mit zwei sehr guten Freundinnen 😉

Originalfoto

Hast du dich für die Schule anders geschminkt als am Abend?
Nein, eigentlich nicht. Erst mit 15 habe ich dann angefangen, meine ersten „Smokey Eyes“ zu versuchen, die aus einem einfachen Balken bestanden 😉

Was war dein peinlichstes Make up No-Go?
Ich glaube, der besagte schwarze Balken. Der sah wirklich ganz grässlich aus und ich habe ihn auch noch ausgerechnet auf einem Ball vom Tanzkurs ausgeführt, wo es gute 600 Menschen begutachten konnte.

Welches Produkt hast du am meisten benutzt und hätte man dir nie wegnehmen dürfen?
Das hat sich bis heute nicht geändert: Mascara. War schon damals mein absolutes Must-have und ist es auch heute noch. 
Wie, das ganze war ja gar nicht so schlimm, wie befürchtet? Stimmt, beim Make-Up habe ich mich tatsächlich etwas zurückgehalten und hatte dank meiner Mutter ein gutes Vorbild, wie es richtig geht. 
Was sich dafür jenseits aller Grenzen von gutem Geschmack bewegte, war mein Kleidungsstil. Nur um euch mein Lieblingsoutfit kurz vors geistige Auge zu zaubern:
  • Rote, flache Stiefel in Schlangenlederoptik, die vorne kantig waren
  • Schlammgrüne Thermohose im Baggystyle
  • Plüschige, dunkelblaue Jacke mit silbernen Fäden
Selbstverständlich in Kombi am selben Tag getragen. Und wie hätte es damals auch anders sein sollen? Es war der erste und einzige Tag, an dem mein On und Off Dauer-„Schwarm“ an unserer Haltestelle stand, wo er normalerweise nichts zu suchen gehabt hätte 😉
Ich hoffe, euch hat der kleine Einblick trotzdem gefallen und hiermit tagge ich dann einmal alle, die sich gerne getaggt fühlen wollen. Solltet ihr bereits mitgemacht haben, freue ich mich natürlich riesig über euren Link!
Liebe Grüße
Jadeblüte, die heute hoffentlich einen besseren Geschmack beweist als damals