Guten Nachmittag ihr Lieben,
wie auch einige andere Bloggerinnen, wurde ich vor einer Weile von den Konsumgöttinnen gefragt, ob ich nicht Lust hätte, die neue Wella Care³ Reihe zu probieren.
Da ich aktuell ohnehin kein anderes Shampoo im Test hatte, habe ich zugestimmt und nur wenige Tage später das Paket in den Händen gehalten. Beim Öffnen fielen mir dann die folgenden Dinge entgegen:
-1x Wella Shampoo „Brillance“ – für feines Haar
-1x Wella Haarmaske „Enrich“ – für feines Haar
-10x Wella Haarmaske „Brillance“ in Probengröße
Mich hat es etwas verwirrt, dass die beiden Hauptprodukte aus verschiedenen Linien stammen, da ich extra meinen Haartyp angeben musste.
Aber in Ordnung. Ist ja immerhin nur zum Testen gedacht – Nur fraglich, ob es so sinnvoll ist, zwei unterschiedliche Linien miteinander zu kombinieren Denn prinzipiell hat man es ja oft, dass erst beide (oder gar mehr) Produkte einer Linie das gewünschte Ergebnis erzielen. So lässt es sich „natürlich“ schwerer feststellen was da nun genau wie wirkt.
Bevor ich jedoch nun zu der richtigen Review komme, erst einmal ein paar allgemeine Infos zu der neuen Reihe von Wella Professionals:
Das ganze heißt Care³, da es drei Punkte vereinen soll:
Sehen – Sichtbare Leuchtkraft, Glanz, Volumen und Bewegung soll das Haar dank Care³ erhalten.
Spüren – Das Haar soll sich schön kraftvoll und lebendig anfühlen.
Genießen – Das gesamte Gefühl, das Aussehen und sicher auch den einzigartig konzepierten Duft mit Herz-, Kopf- und Basisnote
Die Serie besteht aus vier verschiedenen Linien, die auf unterschiedliche Bedürfnisse abgestimmt sind. Allerdings sind die Produkte mit den einzelnen Bezeichnungen für so viele verschiedene Bereiche, dass man sich fragt, warum es „nur“ vier unterschiedliche Bezeichnungen gibt:

Brillance: Insgesamt für coloriertes Haar und dann nochmal aufgeteilt in „kräftiges“ und „feines bis normales Haar“. Also theoretisch für alle gefärbten Haartypen etwas dabei.

Balance: Eine für alle Haartypen geeignete Reihe, die revitalisieren, Haarausfall mindern und die Kopfhaut beruhigen soll.
Enrich: Auch hier kann man wieder zwischen Produkten für „feines bis normales“ und für „kräftiges Haar“ wählen. Außerdem gibt es Volumen-Shampoo und wiederum feuchtigkeitsspendende Masken und Conditioner. Darüber hinaus nennt sich auch noch eine für alle Haartypen geeignete Intensivkur „Enrich“ – Verwirrend.
Age: Wie der Name sagt für reifes Haar. Allerdings gibt es auch hier wieder eine Auswahl zwischen „kraftlosem“ und „kräftigem Haar“. Und später ist noch die Rede von einer Intensivkur für widerspänstiges. Kurzum scheint es hier alles fürs reife Haar zu geben. Ob kraftlos, kräftig, widerspenstig, trocken, „tot“ – Egal.
Durch eine völlig neue Technologie soll das Haar nicht eingekleistert sondern nur sanft von Polymeren umschlossen und somit nicht beschwert werden. Nun aber endlich zu meiner Review:

Erhältlich ab Oktober!
Preis und Kaufort: 11,99€ für das Shampoo, 17,80€ für die Mask bei allen Wella-Friseuren
Inhalt: Shampoo: 250ml, Mask: 150ml
Aussehen: Das Shampoo befindet sich in einer langen, runden, roten Verpackung und besitzt einen silbernen „Drückdeckel“. Das finde ich beim Duschen sehr praktisch, da es schön Nagelschonend ist und mit einem Klick aufgeht.
Auf der Flasche ist in Silber das Wellalogo abgebildet und in Weiß die typischen Dinge wie Haltbarkeit (12 Monate), Firmensitz, Inhaltstoffe, Versprechen etc.
Im Inneren befindet sich ein relativ reichhaltiges, weißes Shampoo.

Die Maske kommt in einer runden, orangen Plastikdose daher und ist schon mit einer Drittel Drehung geöffnet. Das macht mir etwas Sorgen, was die Reisequalität angeht. Auch hier haben wir den gleichen Aufdruck wie beim Shampoo, den ich deshalb nicht wiederholen werde 😉
Die Maske ist dick und ebenfalls weiß.

Geruch: Auf diesen war ich besonders gespannt, da einen ja laut Konsumgöttinnen ein wahres Meisterwerk der Duftkomposition geboten wird. Leider rieche ich davon nicht viel. Das Shampoo duftet nach künstlicher Kirsche – Erinnert mich an ungesundes Zeug aus meiner Kindheit 😉 Vielleicht kennt ihr es noch: Diese reinen Zuckergetränke in so bunten Plastikflaschen?
Die Maske riecht unspektakulär. Minimal orangig (Vielleicht liegts aber nur an meiner Wahrnehmung, weils in einer orangen Packung steckt) und ansonsten typisch Friseurprodukt – Unbeschreiblich.
Erster Eindruck: Mein aller erster Blick fiel natürlich auf die Inhaltsstoffe. Denn wie einige vielleicht wissen, nutze ich normalerweise nur silikonfreie Produkte (z.B. Balea, Alverde) und bin damit sehr zufrieden.
Und was sehe ich da? Leider sind Silikone und MIT (Methylisothiazolinone) enthalten.
Deshalb war für mich von vornerein klar, dass dieses Produkt niemals mein Dauerprodukt werden wird und ich es auch nicht nachkaufen werde.
So viel schon mal vorab. Dennoch habe ich es nun fast 2 Wochen lang gute 10-12 mal angewendet mit der Aussicht, bald wieder an Balea ran zu dürfen 😉

Anwendung: Das Shampoo wird einfach sanft einmassiert und dann wieder ausgespült, während die Mask 5 Minuten einwirken soll.
Bei meiner Haarlänge (ca. bis BH Verschluss) brauchte ich vom Shampoo nur etwa eine haselnussgroße Menge, da es schön schäumt. Von der Mask etwas mehr, sodass diese inzwischen zu einem Drittel leer ist – Und das gerade mal bei 4 maliger Anwendung (2 mal die Woche).
Anschließend muss auch die Mask wieder ausgespült werden.

Shampoo
Maske

Erstes, optisches Ergebnis: Nach dem ersten Waschen war ich begeistert: Tolle Optik – sehr glänzendes, lebendiges, glattes Haar. Letzteres kann auch ein Minuspunkt sein, da von Volumen nämlich nichts zu sehen ist. Es scheint das Haar also dennoch zu beschweren.
Das ganze fühlt sich unglaublich weich an – Auch zwei Tage nach dem Waschen. Vom Duft rieche ich leider schon nach knapp einem nicht mehr viel.
Doch es gibt auch einen bitteren Beigeschmack: Meine Kopfhaut juckt. Beim Waschen und auch noch Stunden danach. Außerdem ist die ganze Zeit der Gedanke präsent, dass mein Haar nur so aussieht und noch lange nicht gesund ist – Silikonen sei dank.
Ergebnis nach ~2 Wochen: Heute habe ich zum letzten Mal mein Haar mit Wella gewaschen. Ich hatte schon so das Gefühl, dass ich wieder mehr Haarausfall habe, seit ich es benutze, doch nun ist es offiziell.
Nach dem Bürsten hätte ich eine Echthaarperücke aus dem Ausgefallenen knüpfen können *schauder* und mein ganzes, schwarzes Oberteil ist voll mit kleinen Haarstücken. Kein Wunder, dass meine Spitzen so „gesund“ aussahen, denn allem Anschein nach sind die kaputten einfach abgebrochen.
Und der „Messtest“ beweist: Mir fehlen nach 2 Wochen Wellawaschen fast 2cm Länge! Meine kürzeste Ponysträhne geht nicht mehr hinters Ohr und ich trauer wirklich um den Verlust.
Denn endlich hatte ich es dank Balea Repair geschafft, einmal längere Haare als ans Schulterblatt zu kriegen und nun so etwas – Ich bin sehr enttäuscht.
Positiv:
  • +Optisches Ergebnis
  • +Inhaltsstoffe auf Flasche/Dose
Negativ bei mir:
  • -Haarausfall
  • -Spitzenbruch 
  • -Kopfhautjucken

Negativ allgemein:
  • -Kein besonderer Duft
  • -Preis
Kaufempfehlung: Nein

Fazit: So eine schön aussehende Reihe, die bei mir so viel Schaden verursacht hat. Nochmal werde ich mir einen solchen Test nicht antun und mir beim nächsten Mal vor der Zusage die Inhaltsstoffe raussuchen.
Auch wenn die Optik mich im ersten Moment überzeugt hat, habe ich nun das Gefühl, so ungesundes Haar wie schon lang nicht mehr zu haben. Schade.
Bei all dem möchte ich anmerken, dass gerade Haarprodukte bei jedem Menschen anders wirken können! Während mein Haar also mit Ausfall, Bruch etc. reagiert, kann eures nochmal ganz anders aussehen. Deshalb ist die Review nur im Bezug auf dasselbe Haar wie meines wirklich repräsentativ.
Ich danke Konsumgöttinnen dennoch, dass ich am Test teilnehmen durfte. Nur schade, dass es so bei mir gewirkt hat. 

Liebe Grüße
Jadeblüte

Quelle der Pressebilder in diesem Post: Konsumgöttinnen